VORKON: frühe Bauteilanalyse vor Produktentwicklung und Werkzeugbau
VORKON unterstützt Unternehmen dabei, Kunststoffteile bereits in einer sehr frühen Projektphase technisch zu bewerten. Noch bevor Produktentwicklung, Werkzeugkonzept oder Angebotserstellung vollständig festgelegt sind, liefert VORKON erste Hinweise zu Herstellbarkeit, Bauteilgeometrie, Materialauswahl, Fertigungsverfahren und möglichen Optimierungspotenzialen.
Der größte Einfluss auf Bauteilqualität, Prozesssicherheit und spätere Werkzeugkosten entsteht am Anfang eines Projekts. Werden Risiken früh erkannt, lassen sich Korrekturschleifen, Musterungsprobleme und vermeidbare Folgekosten deutlich besser reduzieren.
Mit VORKON erhalten Sie innerhalb weniger Tage eine technische Ersteinschätzung auf Basis von Bauteilanalyse, Erfahrungswissen und vereinfachter Spritzgießsimulation. Dadurch entsteht eine belastbarere Grundlage für Kalkulation, Angebotsbewertung, Projektentscheidungen und den weiteren Entwicklungsprozess.
Was VORKON leistet und welche Daten benötigt werden
Unser Angebot:
VORKON liefert frühe technische Hinweise zu wichtigen Einflussgrößen eines Kunststoffteils. Bewertet werden unter anderem:
- Füllverhalten
- Faserorientierung
- sinnvolle Wandstärken
- Bindenähte
- Lufteinschlüsse
- Hotspots
- Hinterschnitte
- mögliche Optimierungspotenziale
Ihre Vorteile:
Mit VORKON lassen sich technische Risiken und Optimierungspotenziale bereits in einer frühen Projektphase erkennen. Dadurch entstehen bessere Grundlagen für Kalkulation, Angebot und weitere Entwicklung.
Wichtige Vorteile sind:
- Optimierungspotenziale frühzeitig erkennen
- Angebote und Projekte besser kalkulieren
- Folgeprozesse effizienter vorbereiten
- unnötige Folgekosten im Projekt reduzieren
- technische Entscheidungen besser absichern
Welche Informationen benötigen wir?
Für eine VORKON-Betrachtung benötigen wir möglichst konkrete Ausgangsdaten zum Bauteil, Material und geplanten Herstellprozess.
Hilfreich sind:
- 3D-Daten des Bauteils
- genaue Materialbezeichnung
- Vorgaben, Anforderungen und Vorüberlegungen
- vorhandene Musterteile
- geplante Fachzahl
- vorhandener Werkzeugentwurf
- geplantes Herstellverfahren
Was Sie mit VORKON erreichen können
Mit VORKON lassen sich Optimierungspotenziale, Fertigungsverfahren und mögliche Projektrisiken frühzeitig bewerten. Dadurch können Angebote besser qualifiziert, Aufgabenstellungen gezielter mit Partnern besprochen und spätere Fehler, Kosten oder Lieferzeiten reduziert werden.
Mit VORKON können Sie:
- Optimierungspotenziale frühzeitig erkennen und nutzen
- geeignete Fertigungsverfahren rechtzeitig bewerten
- qualitäts- und prozessorientierter kalkulieren
- Aufgabenstellungen gezielter mit Partnern besprechen
- Angebote technischer bewerten und besser qualifizieren
- Fehler, Kosten und Lieferzeiten im Projekt reduzieren
- Ergebnisse teilweise auf eine spätere Spritzgießsimulation anrechnen lassen
VORKON ist mehr als Design for Manufacturing
VORKON berücksichtigt Aspekte des Design for Manufacturing, geht aber deutlich darüber hinaus. Während DFM vor allem die herstellgerechte Gestaltung eines Bauteils betrachtet, verbindet VORKON bereits in einer frühen Projektphase Bauteilgeometrie, Material, Werkzeugkonzept, Anspritzung, Entformung, Simulation und mögliche Prozessrisiken.
Ziel ist nicht nur die Frage, ob ein Kunststoffteil grundsätzlich herstellbar ist. Entscheidend ist, wie es mit einem realistischen Werkzeugkonzept wirtschaftlich, prozesssicher und möglichst risikoarm umgesetzt werden kann.
Dazu werden eine vereinfachte Werkzeugkonzeptskizze, eine frühe Spritzgießsimulation, eine Bauteil- und Herstellbarkeitsanalyse sowie erste Optimierungsempfehlungen miteinander kombiniert. So entsteht eine technische Entscheidungsgrundlage, bevor Produktentwicklung, Werkzeugbau oder Angebotserstellung zu weit fortgeschritten sind.
Wann VORKON im Entwicklungsprozess eingesetzt wird
VORKON wird idealerweise eingesetzt, bevor wesentliche geometrische und werkzeugtechnische Entscheidungen endgültig festgelegt sind. Besonders sinnvoll ist die Methode zwischen erster Produktskizze, frühen 3D-Daten und der detaillierten Produktentwicklung.
In dieser Phase lassen sich grundlegende Anpassungen an Bauteilgeometrie, Wandstärken, Entformung, Anspritzung, Material oder Werkzeugkonzept noch vergleichsweise einfach umsetzen. Später sind dieselben Änderungen häufig mit deutlich mehr Aufwand, zusätzlichen Abstimmungen, Werkzeugkorrekturen oder Musterungsschleifen verbunden.
Die Ergebnisse aus VORKON fließen anschließend in die detaillierte Produktentwicklung, die vollständige Spritzgießsimulation, die Bauteiloptimierung und das Werkzeugkonzept ein.
Die drei Kernbausteine von VORKON
Vorgezogene Werkzeugskizze
Die Werkzeugskizze zeigt früh, wie das Kunststoffteil grundsätzlich in einem Formwerkzeug umgesetzt werden könnte. Betrachtet werden unter anderem Werkzeugtrennung, Entformungsrichtung, Lage des Bauteils im Werkzeug, Anspritzposition, Schieber, Auswerfung, Entlüftung und erste Überlegungen zur Temperierung.
Vereinfachte Vor-Simulation
Die Vor-Simulation macht erste Tendenzen und grundsätzliche Risiken sichtbar. Dazu zählen Füllverhalten, Fließwege, Bindenähte, Nachdruckwirkung, Einfallstellenpotenzial, Wandstärkenunterschiede, Lufteinschlüsse und die grundsätzliche Eignung von Material oder Verfahren.
Vorgezogene Bauteiloptimierung
Aus Werkzeugskizze und Vor-Simulation entstehen konkrete Optimierungsempfehlungen für das Bauteil. Dabei können Wandstärken, Rippen, Radien, Übergänge, Entformungsschrägen, Anspritzung, Hinterschneidungen und die grundsätzliche Bauteilstruktur frühzeitig verbessert werden.
Was unterscheidet VORKON von einer vollständigen Spritzgießsimulation?
VORKON und eine vollständige Spritzgießsimulation verfolgen unterschiedliche Ziele. VORKON dient der frühen Orientierung und Machbarkeitsbewertung. Die Methode zeigt bereits in einer frühen Projektphase, ob ein Kunststoffteil grundsätzlich spritzgießgerecht, entformbar und werkzeuggerecht umsetzbar ist.
Dabei geht es nicht um eine finale Prozessfreigabe. Vielmehr sollen grundlegende Risiken sichtbar werden, bevor Bauteilgeometrie, Anspritzung, Werkzeugkonzept oder Materialauswahl zu weit festgelegt sind.
Eine vollständige Spritzgießsimulation erfolgt dagegen meist auf Basis eines weiter ausgearbeiteten Bauteils und eines konkreteren Werkzeugkonzepts. Dann können Details wie Angusssystem, Heißkanal, Werkzeugtemperierung, Kühlkanäle, Prozessparameter, Druckbedarf, Schwindung, Verzug, Faserorientierung und Zykluszeit deutlich tiefer bewertet werden.
VORKON ersetzt diese Hauptsimulation nicht. Es sorgt dafür, dass die spätere Spritzgießsimulation auf einem bereits besser vorbereiteten und grundsätzlich geprüften Konzept aufbauen kann.
VORKON beantwortet frühe Grundsatzfragen:
- Ist das Bauteil grundsätzlich spritzgießgerecht?
- Ist die Geometrie entformbar?
- Wo könnten Anspritzung und Trennung sinnvoll liegen?
- Sind Wandstärken, Hinterschneidungen oder Bindenähte kritisch?
- Ist das geplante Material oder Verfahren grundsätzlich geeignet?
- Welche Risiken sollten vor der Detailentwicklung gelöst werden?
Die vollständige Spritzgießsimulation bewertet später detaillierter:
- finales Angusssystem und Heißkanal
- Werkzeugtemperierung und Kühlkanäle
- reale Prozessparameter
- Druckbedarf, Nachdruck und Füllverhalten
- Schwindung, Verzug und Faserorientierung
- Zykluszeit und detaillierte Qualitätsprognosen
So entsteht eine sinnvolle Reihenfolge: Erst wird mit VORKON die grundsätzliche Richtung abgesichert. Danach können Produktentwicklung, Bauteiloptimierung, Werkzeugkonzept und vollständige Spritzgießsimulation gezielter weitergeführt werden.
Für welche Projekte eignet sich VORKON besonders?
VORKON eignet sich besonders für Projekte, bei denen die Herstellbarkeit, Werkzeugauslegung oder spätere Prozesssicherheit noch nicht vollständig abgesichert ist. Der größte Nutzen entsteht, wenn Bauteilgeometrie, Materialauswahl, Anspritzung, Entformung oder Werkzeugkonzept noch angepasst werden können.
Gerade bei neuen Kunststoffteilen, anspruchsvollen Geometrien oder unsicheren Projektgrundlagen hilft VORKON dabei, technische Risiken früh sichtbar zu machen und bessere Entscheidungen für die weitere Entwicklung zu treffen.
VORKON ist besonders sinnvoll bei
- neuen Kunststoffbauteilen
- technisch anspruchsvollen Produkten
- hohen Qualitätsanforderungen
- engen Toleranzen
- kritischen Sichtflächen
- komplexer Entformung
- langen Fließwegen
- anspruchsvollen oder faserverstärkten Materialien
- hohen Stückzahlen
- kostenintensiven Werkzeugen
- hohem Zeitdruck
- automatisierten Produktionskonzepten
- unsicherer Herstellbarkeit
- noch nicht finaler Produktgeometrie
- Angebots- und Ausschreibungsphasen
Wann ist der Nutzen geringer?
Der Nutzen von VORKON ist geringer, wenn Bauteil, Werkzeug und Prozess bereits vollständig festgelegt oder validiert sind. In solchen Fällen sind grundlegende Änderungen oft nur noch eingeschränkt möglich.
Auch bei sehr einfachen Geometrien oder bereits bewährten Serienwerkzeugen kann eine VORKON-Betrachtung weniger relevant sein. In späteren Projektphasen sind häufig Bauteiloptimierung, vollständige Spritzgießsimulation oder Troubleshooting die passendere Vorgehensweise.
Welche Ergebnisse erhalten Sie aus VORKON?
Der genaue Leistungsumfang einer VORKON-Analyse wird projektbezogen festgelegt. Ziel ist keine umfangreiche Dokumentation um ihrer selbst willen, sondern eine konkrete technische Entscheidungsgrundlage für Produktentwicklung, Kalkulation, Werkzeugkonzept und weitere Projektplanung.
Je nach Aufgabenstellung erhalten Sie nachvollziehbare Hinweise dazu, wie das Kunststoffteil grundsätzlich hergestellt, optimiert und werkzeugseitig umgesetzt werden kann.
- vereinfachte Werkzeugskizze
- Darstellung möglicher Werkzeugtrennung
- Vorschlag zur Entformungsrichtung
- Hinweise zu Schiebern oder beweglichen Kernen
- erste Bewertung von Auswerfung und Entlüftung
- Vorschlag zur Anspritzung
- vereinfachte Simulationsergebnisse
- Hinweise zu Füllverhalten, Bindenähten und Lufteinschlüssen
- Bewertung von Wandstärken und Einfallstellenpotenzial
- Einschätzung von Material und Fertigungsverfahren
- konkrete Bauteiloptimierungen
- Risikoliste und Handlungsempfehlungen
- Grundlage für Kalkulation, Angebot oder Ausschreibun
Sie sind unsicher, ob Ihr Kunststoffteil bereits ausreichend herstellbar, kalkulierbar und werkzeuggerecht ausgelegt ist? Mit VORKON erhalten Sie eine frühe technische Einschätzung und konkrete Hinweise für die nächsten Projektschritte.
Was VORKON bewusst nicht ersetzt
VORKON ist eine frühe Machbarkeits- und Konzeptprüfung. Die Methode hilft dabei, technische Risiken, Herstellbarkeit, Werkzeugansätze und Optimierungspotenziale bereits vor der detaillierten Ausarbeitung sichtbar zu machen.
VORKON ersetzt jedoch keine vollständige Produktentwicklung, keine finale Spritzgießsimulation, keine FEM-Berechnung, keine vollständige Werkzeugkonstruktion und keine spätere Bemusterung. Die Ergebnisse basieren immer auf dem Entwicklungsstand, den verfügbaren Eingangsdaten und dem vereinbarten Prüfumfang.
Ändern sich später wesentliche Faktoren wie Geometrie, Material, Fachzahl, Anspritzung, Werkzeugtemperierung, Maschine oder Prozessparameter, müssen die Erkenntnisse gegebenenfalls erneut überprüft werden.
Ziel von VORKON ist deshalb nicht, jede spätere Anpassung auszuschließen. Ziel ist es, vermeidbare Grundsatzfehler früh zu erkennen, bevor sie in Werkzeugstahl, Musterungsschleifen oder teuren Korrekturen sichtbar werden.
Die zentrale Denkweise hinter VORKON
Ein Kunststoffbauteil sollte nicht isoliert vom späteren Werkzeug und Produktionsprozess entwickelt werden. Produktgeometrie, Material, Anspritzung, Entformung, Werkzeugkonzept und Spritzgießprozess beeinflussen sich gegenseitig.
Genau hier setzt VORKON an. Die Methode bringt Werkzeugbauwissen, Bauteilanalyse und frühe Simulation bereits in die Produktentwicklung ein. Dadurch werden technische Zusammenhänge sichtbar, bevor wesentliche Entscheidungen festgelegt sind.
VORKON ist damit keine einzelne Softwarefunktion und auch keine bloße Vor-Simulation. Es ist ein methodischer Entwicklungsansatz, der Bauteil, Werkzeug, Prozess, Kosten und spätere Fertigung frühzeitig zusammenführt.
Sie möchten ein Kunststoffteil frühzeitig auf Herstellbarkeit, Werkzeugrisiken und Optimierungspotenzial prüfen lassen? Mit VORKON erhalten Sie eine technische Ersteinschätzung, bevor Produktentwicklung, Werkzeugbau oder Angebot zu weit fortgeschritten sind.




