VORKON – Vorsprung durch frühzeitige Bauteilbewertung & Design for Manufacturing
Die größte Hebelwirkung auf die Qualität, Kosten und Prozesssicherheit eines Kunststoffbauteils ensteht ganz am Anfang – noch vor der eigentlichen 3D-Konstruktion. Unsre VORKON-Methode liefert beireits in dieser frühen Phase fundierte Erkenntnisse über Machbarkeit, Geometrie, Material und Werkzeuggestaltung. Ziel ist es, spätere Korrekturschleifen zu vermeiden, die Time-to-Market deutlich zu verkürzen und die Total Cost of Ownership zu reduzieren.
In vielen Entwicklungsprozessen kommt es noch immer häufig zu zeit-und kostenintensiven Musterungsschleifen und aufwendigen Werkzeugänderungen. Der Grund: Bei der Entwicklung von Bauteilgeometrie und Produktdesign wird zu selten unter anderem die tatsächliche Herstellbarkeit im Spritzgusswerkzeug mitgedacht. Entformschrägen, Wandstärken, Anspritzpunkte oder Trennungen werden oft zu spät berücksichtigt – mit weitreichenden Folgen für Zeitplan und Budget.
VORKON greift genau hier ein: Noch bevor ein 3D-Modell erstellt wird, analysieren wir die technische Machbarkeit, bewerten die Bauteilauslegung und simulieren relevante Parameter wie Füllverhalten, Anspritzpunkte, kritische Geometrien und Wandstärken. Ganz am Anfang des Produktentstehungsprozesses ist hier das Stichwort.
So erhalten Sie innerhalb weniger Tage belastbare Aussagen zu:
- Herstellbarkeit im Werkzeug
- Optimierungspotenzialen der Geometrie
- und einer wirtschaftlichen Umsetzbarkeit
Das schafft Prozesssicherheit, reduziert bzw. verhindert Korrekturschleifen und beschleunigt das Erreichen der Serienreife – mit messbaren Vorteilen für Ihre Time-to-market und Total Cost of Ownership.
Was Sie zu Beginn ein wenig mehr an Budget für fundierte Machbarkeitsanalysen investieren, amortisiert sich vielfach durch einen stabilen, effizienten und planbaren Entwicklungsprozess – und verschafft Ihnen zusätzlich einen Wettbewerbsvorteil bereits bei der Angebotserstellung.
Vorkon: Vorteile auf einen Blick
- Frühzeitige Validierung von Geometrie, Wandstärken, Entformbarkeit, Anspritzpunnkten etc.
- Detaillierte Hinweise zur Werkzeugauslegung & Prozesssicherheit
- Simulationen von Füllverhalten, Faserorientierung, Hotpots, Einfallstellen, Lufteinschlüssen etc.
- Optimierungspotenzial frühzeitig erkennen und umsetzen
- Frühere und genauere Kalkulation, Pflichtenhefterstellung & Lieferantenanfrage
- Zeit- und Kostensicherheit durch reduzierte Nacharbeit
- Nachhaltige, kunststoffgerechte Bauteilentwicklung
DFM-Kompetenz: Technisch fundierte Grundlagen für Spritzguss-Optimierung
Grundprinzipien des Design for Manufacturing (DFM) in der Kunststofftechnik:
1. Geometrie vereinfachen: Reduktion komplexer Formen, Hinterschneidungen und scharfer Ecken vermeidet Fehlerquellen und senkt Werkzeugkosten.
2. Materialgerecht konstruieren: Auswahl basierend auf Einsatzbedingungen, inklusive Schwindung, Verzug, Chemikalien- & UV-Beständigkeit.
3. Wandstärken konsistent halten: Gleichmäßige Wandstärken verhindern Lunker, Verzug und Einfallstellen.
4. Entformbarkeit sicherstellen: Entformungsschrägen (mind. 1-2°) und durchdachte Werkzeugtrennung sind Pflicht.
5. Fließverhalten optimieren: Richtige Anspritzung, Entlüftung und Fließhilfen verhindern Lufteinschlüsse und Hotspots.
6. Fügetechniken integrieren: Schnapphaken, Ultraschallnähte oder Einpresszonen frühzeitig korrekt auslegen
Werkzeuge & Methoden zur Umsetzung
- zuerst vereinfachte Spritzgießsimulation
- voll umfängliche Spritzgießsimulation
- DFM-Checklisten
- FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse)
- Toleranz- und Montagestrategien
- Werkstoffberatung
Wie funktioniert VORKON konkret?
Sobald eine erste 3D-Geometrie sowie Werkstoffauswahl und grobe Rahmenbedingungen vorliegen, starten wir mit:
- Spritzgießsimulation (vereinfacht und fokussiert auf DFM-Kriterien)
- Machbarkeitsanalyse (werkstoff- werkzeug- und prozessgerecht)
- Optimierungsvorschlägen für Geometrie, Anspritzung, Wandstärken, Entformung, etc.
- Bewertung von Alternativen (Material, Verfahren, Technologie)
Das Resultat: Fundierte Empfehlungen, die direkt in die Folgeprozesse übernommen werden können. Ihre Produktentwicklung wird so robuster, schneller und sicherer.
Typische DFM-Fehler und wie VORKON sie vermeidet
- Ignorieren von Schwindung und Verzug ➡️ Passungsprobleme
- Hinterschneidungen ohne Nutzen ➡️ teure Schieber
- Wanddickensprünge ➡️ Einfallstellen, Lunker
- Ungeeignete Materialwahl ➡️ Spannungsrisse, UV-Schäden
- Zu enge Toleranzen ➡️ höherer Ausschuss und Kosten
- etc.
Fazit: Das Produkt vom Ende her denken
Mit VORKON rückt die Analyse an den Beginn der Entwicklung – nicht erst zur Mitte oder am Ende, wenn kaum noch Optimierungen möglich sind und eher Kompromisse eingegangen werden müssen. So erzielen Sie Prozesssicherheit, ein stabiles Werkzeugkonzept und im besten Fall Gutteile ab dem dritten Schuss.
Durch frühzeitige Integration von DFM, Simulation und Expertenwissen vermeiden Sie unnötige Iterationen, sparen Zeit und Geld und sichern sich einen klaren Wettbewerbsvorsprung.
VORKON. Analyse. Optimierung. Sicherheit.