Bauteiloptimierung für Kunststoffteile und Spritzgussbauteile
Bauteiloptimierung für Kunststoffteile beginnt mit der Frage, ob Form, Funktion, Material und Herstellverfahren wirklich zusammenpassen. Ein Bauteil kann optisch überzeugend wirken und trotzdem Probleme im Spritzgussprozess verursachen – etwa durch ungünstige Wandstärken, Verzug, Einfallstellen, Bindenähte, Entformungsprobleme oder unnötige Werkzeugkorrekturen.
KB-Hein unterstützt Unternehmen dabei, Kunststoffteile frühzeitig technisch zu bewerten und gezielt zu verbessern. Auf Basis von Spritzgießsimulation, FEM-Berechnung, Werkzeugverständnis und praktischer Erfahrung entstehen konkrete Optimierungsansätze für Geometrie, Prozesssicherheit, Bauteilqualität und wirtschaftliche Serienfertigung.
Je früher diese Bauteiloptimierung erfolgt, desto besser lassen sich spätere Korrekturschleifen, Musterungsprobleme und vermeidbare Folgekosten reduzieren.
Unsere Leistungen: von der Analyse bis zur Bauteiloptimierung
Jedes Kunststoffteil bringt eigene Anforderungen mit sich. Funktion, Festigkeit, Optik, Haptik, Montage, Herstellbarkeit, Materialeinsatz, Prozesssicherheit und Kosten müssen gemeinsam betrachtet werden. Genau hier setzt die Bauteiloptimierung an.
Auf Grundlage von Spritzgießsimulation, FEM-Berechnung, Bauteilanalyse und praktischer Erfahrung bewertet KB-Hein, welche konstruktiven Anpassungen sinnvoll sind. Dabei können zum Beispiel Geometrie, Wandstärken, Anguss, Temperierung, Entlüftung, Entformung, Werkstoff oder Herstellverfahren gezielt überprüft und verbessert werden.
Besonders wirksam ist die Bauteiloptimierung in einer frühen Projektphase. Je früher mögliche Schwachstellen erkannt werden, desto besser lassen sich Korrekturschleifen, Musterungsprobleme, Werkzeugänderungen und vermeidbare Folgekosten reduzieren. Nach der ersten Musterung sind größere Änderungen oft deutlich schwieriger, weil Werkzeug, Baugruppen, Termine und Serienprozesse bereits stärker festgelegt sind.
Die Ergebnisse werden in einem Bericht dokumentiert und gemeinsam mit dem Kunden besprochen. Geometrieoptimierungen können dabei zum Beispiel anhand von 2D-Schnitten, Simulationsergebnissen und konkreten Änderungsvorschlägen nachvollziehbar dargestellt werden.
Troubleshooting
Hinweis: Die folgenden Infos benötigen Sie nur, wenn Sie die oben genannten Empfehlungen auf dieser Seite nicht berücksichtigt haben.
Die Anforderungen an Kunststoff-Bauteile hinsichtlich Beständigkeit, Design und Festigkeit werden immer höher. Es gibt enorm viele Parameter, welche in einem Herstellungs- und Entwicklungsprozess Einfluss auf die endgültige Bauteilqualität haben. Obwohl dies mittlerweile kein Geheimnis mehr darstellt, wird noch zu viel an den Arbeitsschritten: Spritzgusssimulation, Bauteiloptimierung und Werkzeugkonzept gespart.
Häufig kommt es dazu, dass entsprechende Simulationen erst sehr spät in einem Entwicklungsprozess durchgeführt werden. Manchmal erst dann, wenn das endgültige Produktdesign (Topologie und Topographie) feststeht, bzw. das Werkzeug schon gebaut und erste Musterungen fehlgeschlagen sind. Jeder weiß, dann wird es richtig teuer, weil das bestehende Werkzeug geändert werden muss. Diese Formteilfehler müssen jedoch nicht geschehen und ließen sich relativ leicht verhindern, wenn man früh genug wichtige Daten aus einer Spritzgusssimulation und FEM erhält und auf Grundlage dieser Daten eine Bauteiländerung schon in einer sehr frühen Phase vornimmt.
Wir interpretieren Formteilfehler am Bauteil und am Werkzeug auf der Grundlage von Spritzgießsimulationen, So erarbeiten und liefern wir konstruktive Lösungen und einen guten Vorschlag, um eine vertretbare Produktion zu ermöglichen. Natürlich steht uns dann nur ein minimales Verbesserungspotential zur Verfügung, als in der Produktentwicklungsphase, in der uns noch die Nutzung maximaler Möglichkeiten zur Verfügung steht.
Formteilfehler und daraus resultierende Optimierung
1. Formteilfehler interpretieren: Jeder Fehler hat einen oder oft auch mehrere Gründe. Wir zeigen diese anhand einer Spritzgießsimulation und unseren Erfahrungen im Formenbau und Spritzguss auf.
2. Formteilfehler können sein: Verzug, Oberflächenmarkierungen, wie Schlieren, Bindenähte, Einfallstellen, Brenner, Grat und viele festigkeitsreduzierende Probleme, wie Vakuole und Bindenähte.
3. Bauteiloptimierungen durchführen: Die Bauteiloptimierungen werden bei uns in erster Linie in 2D-Schnitten skizziert und dann Schritt für Schritt dokumentiert. Diese Verbesserungsvorschläge werden dann vom Kunden meistens selbst in deren 3D-Software eingearbeitet. Auf Wunsch auch bei uns. Mithilfe der additiv gefertigten Teile verfügen wir über eine wichtige Komponente im Rahmen der Verbesserung, sie fallen weniger ins Gewicht und unterstützen eine Konsolidierung mehrerer Komponente in einem einzigen Schritt.
4. Lösungen und Nachbildungen überprüfen: Die eingebrachten Anpassungen werden dann in einer Folgesimulation erneut betrachtet, um zu prüfen, ob weitere Optimierungen erforderlich sind.
5. Gerade festigkeitsreduzierende Vakuole bei glasfaserverstärkten Anwendungen können auch gut mit der Computertomographie geprüft werden.




